4. November: Großveranstaltung - Gerecht geht anders!

04.11.2010 17:30
04.11.2010 20:00

Bitte vormerken:

  • Kundgebung mit Frank Bsirske
  • Kulturprogramm mit Heinz-Rudolf Kunze
  • mit weiteren Spots und Aktivitäten

Alsterdorfer Sporthalle, Krochmannstraße 55 (kostenlose Platzkarten bei den Gewerkschaften)

Der Reichtum muss gerechter verteilt werden

Gastbeitrag von Wolfgang Rose im Hamburger Abendblatt am 28.10.2010

"Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt." Ein wohlfeiler Satz. Er steht für Bescheidenheit, Einsicht, Reue. So schön er klingt, so falsch ist er manchmal. Vor allem wenn er pauschal für eine ganze Stadt, ein ganzes Land, eine ganze Bevölkerung gebraucht wird, wie von Angela Merkel und Christoph Ahlhaus, wenn sie ihre Kürzungsprogramme begründen.

Denn von "wir" kann keine Rede sein, schon gar nicht in Hamburg.

Altonaer Museum: Unterstützung aus dem Norden

Der Leitende Direktor der Schleswig-Holsteinischen Landesmuseen auf Schloss Gottorf in Schleswig, Claus von Carnap-Bornheim, hat Forderungen zurückgewiesen, die Sammlung des Altonaer Museums aufzunehmen. Stattdessen rief er in der Zeitung "Schleswig-Holstein am Sonntag" zum Widerstand gegen die geplante Schließung des Museums auf.

Zornesbrief des Schauspielhauses

Das Schauspielhaus

Innerhalb der Menschenkette protestieren am 30. September 2010 die Beschäftigten des Schauspielhauses auf dem Kehrwiedersteg am Binnenhafen gegen den Kürzungshammer für Deutschlands größte Sprechbühne.

Der Zornesbrief der Belegschaft sowie der Geschäftsführung des Hauses an den Kultursenator kann hier herunter geladen werden.

Download: Offener Brief an den Kultursenator

10 Thesen für eine gerechte Sozialpolitik

Entlang der Kette 4

Während der Menschenkette am 30. September hat der Sozialverband Deutschland (SoVD) auf dem Gänsemarkt seine 10 Thesen für eine gerechte Sozialpolitik symbolisch an die Tür der Finanzbehörde schlagen.

Zehn goldene Handlungsebenen für eine gerechte Sozialpolitik in Hamburg

Gliederung:

  • Armut vermeiden – Armut bekämpfen
  • Kindergärten und Kindertagesstätten
  • Bildung mit Zukunft
  • Chancengleichheit für behinderte Menschen
  • Politik für Senioren
  • Für eine menschenwürdige Pflege
  • Gesundheitspolitik muss den Menschen helfen
  • Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik für Hamburg
  • Keine restriktive Gesetzesauslegung
  • An der Finanzierung des Gemeinwesens müssen sich alle beteiligen

Download: Die Langfassung des Papiers kann hier heruntergeladen werden.

Altonaer Museum muss bleiben

Museum Altona

Verhindern wir den Anschlag auf das historische Gedächtnis unserer Stadt!

Der Hamburger Senat hat auf seiner Sparklausur - einstimmig - beschlossen, dass die historischen Museen Hamburgs die Hälfte des Sparbeitrages der Kulturbehörde erbringen sollen, das sind 3,445 Millionen Euro.

Die Einsparung macht mehr als ein Viertel des Gesamthaushaltes der bereits unterfinanzierten Stiftung Historische Museen Hamburg aus. Der Senat hat dazu unter Missachtung der selbständigen Stiftung und der wissenschaftlichen Leitung der Museen die Schließung des Altonaer Museums und die Verlagerung seiner Objekte an andere Standorte beschlossen.

Die Menschenkette ist erst der Anfang

Entlang der Kette 1

Protest gegen die Politik von Senat und Bundesregierung

Zahlreiche Organisationen und Einzelpersonen haben am 30.09.2010 mit einer Menschenkette von der Elbphilharmonie zur Finanzbehörde am Gänsemarkt gegen die Kürzungen des Senats und der Bundesregierung demonstriert. Unter dem Motto „Gerecht geht anders“ protestierten die Teilnehmer gegen die Streichpläne von CDU und GAL in Bildung und Kultur, bei Bezirken, Armutsbekämpfung und Arbeitsförderung.

Auch gegen die Kopfpauschale im Gesundheitswesen, Rentenkürzungen und schäbige Hartz-IV-Sätze wurde demonstriert. Gefordert wurden u.a. eine Bundesratsinitiative für eine Vermögenssteuer, ein höherer Spitzensteuersatz sowie die Einstellung von 200 Steuerprüfern. Die Veranstaltung endete mit dem Anschlagen von Thesen für eine gerechte Politik an die Finanzbehörde.

ver.di-Landeschef Wolfgang Rose erklärte u.a.: „Der schwarz-grüne Spardruck ist künstlich erzeugt worden. Hamburg ist nicht arm, Hamburg ist reich. Der Reichtum muss aber endlich von oben nach unten umverteilt werden. Kürzungen im Sozialen, bei Bildung und Kultur müssen nicht sein. Es ist genug für alle da.“

18.000 protestierten gegen die Politik von Senat und Bundesregierung

Vor dem Rathaus

Ein Weckruf für Ahlhaus und die Grünen

ver.di-Landeschef Wolfgang Rose hat die gestrige Menschenkette von der Elbphilharmonie zur Finanzbehörde als „phantastische Aktion und Riesenerfolg im Kampf gegen Sozial- und Kulturabbau in Hamburg“ gewürdigt:

„Wenn 18.000 Menschen in so kurzer Zeit gegen die schwarz-grüne und schwarz-gelbe Politik auf die Straße gehen, dann ist das ein Weckruf für Schwarze, Gelbe und Grüne." Früher wäre die GAL mitten in diesem Bündnis gewesen, immerhin war diesmal die Grüne Jugend dabei.

Gerecht geht anders - auch in Hamburg

Wir sind die Stadt

Hamburger Kampagne gegen ungerechte Sparpolitik

Mit vielfältigen Aktionen in Betrieben und auf der Straße machen wir mobil gegen die unsoziale Kürzungspolitik der Bundesregierung und des Hamburger Senats.

  • Diese Politik treibt viele Menschen in die soziale Not und das gesellschaftliche Abseits. Es ist eine Politik der gesellschaftlichen Spaltung. An Erben, Unternehmen, Hoteliers und sonstige Bessergestellte werden Steuergeschenke verteilt. Zugleich verordnet Schwarz-Gelb ein so genanntes Sparpaket, nach dem ausgerechnet denen noch mehr genommen wird, die ohnehin am wenigsten und grade mal das Nötigste zum Überleben haben. Das nennt Ihr gerecht? Gerecht geht anders!
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